Schadensersatz gegen Volkswagen: Verjährung erst Ende 2019

Verjährung im Volkswagen Schadensersatz erst Ende 2019

Das Landgericht Kaiserslautern hat jetzt in einem von der Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig geführten Verfahren zugunsten eines geschädigten VW-Käufers entschieden und gleichzeitig die drei wichtigsten offenen Fragen rund um den Abgasskandal geklärt.

Seit fast vier Jahren ist bekannt, dass die Volkswagen AG in mehreren Millionen Fahrzeugen verbotene Abschalteinrichtungen verbaut hat. Zwischenzeitlich haben nahezu alle deutschen Oberlandesgerichte entschieden, dass der Autokonzern viele Millionen Käufer vorsätzlich sittenwidrig geschädigt hat und den betrogenen Personen hohe Entschädigungssummen zugesprochen.

Noch ungeklärt waren drei Fragen, die für Millionen betroffene Diesel-Fahrer von enormer Bedeutung sind:

  1. Besteht auch dann ein Schadensersatzanspruch gegen den Autohersteller, wenn das manipulierte Fahrzeug nach Bekanntwerden des Abgasskandals im September 2015 gekauft wurde?
  2. Können bestehende Ansprüche auch dann noch geltend gemacht werden, wenn das Software-Update zwischenzeitlich aufgespielt wurde?
  3. Können bestehende Ansprüche gegen die Volkswagen AG auch heute noch erfolgreich geltend gemacht werden oder sind diese Ansprüche zwischenzeitlich verjährt?

Alle diese Fragen hat das Landgericht Kaiserslautern mit Urteil vom 24.05.2019 (Az. 3 O 569/18) jetzt zugunsten der geschädigten Autokäufer entschieden und dem Kläger nach 30.000 gefahrenen Kilometern sogar mehr Geld zugesprochen, als er vor Jahren für den Schummel-Diesel gezahlt hat:

Hintergründe zum Urteil gegen die Volkswagen AG

Der Kläger erwarb im April 2016 von einem Volkswagen Händler einen gebrauchten VW Tiguan mit einer Laufleistung von 10.000 km zu einem Kaufpreis von 36.300 EUR. Das Fahrzeug war, wie mehrere Millionen Fahrzeuge der Volkswagen AG, mit einem Dieselmotor des Typs EA189 ausgestattet. Im Dezember 2016 informierte die Volkswagen AG den Kläger darüber, dass sein Fahrzeug von einem amtlichen Rückruf des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) betroffen sei und ein Software-Update erhalten müsse. Der Kläger ließ das Software-Update daraufhin schon im Januar 2017 an seinem Fahrzeug durchführen.

Die VW-Anwälte machten im Prozess geltend, dass der Abgasskandal bei Kauf des Fahrzeugs bereits über ein halbes Jahr bekannt war und von den Medien bereits umfassend aufgearbeitet worden sei. Der Kläger sei, so meinten die VW-Anwälte sinngemäß, selbst schuld, wenn er sich zu diesem Zeitpunkt noch einen Diesel aus dem VW-Konzern kaufe, ohne sich vorher zu erkundigen, ob dort eine verbotene Abschalteinrichtung verbaut sei.

Hierzu Rechtsanwalt Dr. Christof Lehnen: „Volkswagen hat jede Scham verloren. Als wäre der millionenfache Betrug nicht schon schlimm genug, erdreistet sich VW doch tatsächlich, seinen getäuschten und vorsätzlich geschädigten Kunden jetzt vorzuwerfen, nicht schon ab September 2015 Kenntnis von allen verbotenen Abschalteinrichtungen gehabt zu haben. Nur zu Erinnerung: Zumindest AUDI hat nachweislich noch bis ins Jahr 2018 verbotene Abschalteinrichtungen verbaut, von denen im ganzen Konzern angeblich keiner gewusst haben will. Da muss man sich schon fragen, mit welchem Maß hier gemessen wird?“

1.) Schadensersatzansprüche auch nach Kenntnis vom Abgasskandal

Das Landgericht Kaiserslautern ließ sich von den Ausführungen der VW-Anwälte nicht beirren und entschied: Der Käufer eines Fahrzeugs mit verbotener Abschalteinrichtung kann auch dann Schadensersatz fordern, wenn er das manipulierte Fahrzeug erst nach Bekanntwerden des Abgasskandals erworben hat. Weder die börsenrechtliche ad-hoc-Mitteilung, noch die umfassendste mediale Berichterstattung ändern hieran etwas. Ferner stellt das Urteil klar, dass es nicht darauf ankommt, ob der Käufer sich vorher über eine mögliche Manipulation erkundigt hat oder zumindest hätte erkundigen müssen. Allein entscheidend ist, ob der konkrete Käufer bei Abschluss des konkreten Kaufvertrages Kenntnis davon hatte, dass das konkrete Fahrzeug manipuliert war. Diese Kenntnis erlangt der Käufer regelmäßig erst, wenn er vom Hersteller oder vom Kraftfahrt-Bundesamt darüber informiert wird, dass sein Fahrzeug – und nicht etwa die Fahrzeuge Millionen anderer Geschädigter – mit einer verbotenen Abschalteinrichtung ausgestattet ist.

2.) Schadensersatzansprüche auch nach dem Aufspielen des Software-Updates möglich

Zudem stellt das Landgericht klar, dass der Schadensersatzanspruch auch dann noch geltend gemacht werden kann, wenn der Käufer auf die Aufforderung des Herstellers oder des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) das Update bereits hat aufspielen lassen.

3.) Die Verjährung im Abgasskandal beginnt regelmäßig erst mit Zugang der Betroffenheitsmitteilung

Schließlich hatte sich das Gericht noch mit der Frage zu beschäftigen, wann die Schadensersatzansprüche verjähren. Auch in diesem letzten Punkt folgte das Gericht der Argumentation der Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig aus Trier: Die Verjährung beginnt erst dann zu laufen, wenn der Käufer Kenntnis von der Manipulation seines eigenen Fahrzeugs hat, also regelmäßig erst dann, wenn er vom Hersteller oder vom KBA entsprechend über die Rückrufaktion informiert wird.

Hierzu erläutert Rechtsanwalt Dr. Christof Lehnen: „Das Urteil klärt nahezu alle noch offenen Rechtsfragen im Zusammenhang mit den sogenannten Abgas-Prozessen. Insbesondere die Verjährungsfrage ist für Millionen geschädigter Kunden der Marken Volkswagen, Audi, Seat und Skoda entscheidend, die ihre Ansprüche bis jetzt noch nicht durchgesetzt haben. Es kommt darauf an, wann der Fahrzeughalter darüber informiert wurde, dass sein konkretes Fahrzeug vom Abgasskandal betroffen ist. Erhält er diese Betroffenheitsmitteilung im Jahr 2016, verjähren seine Ansprüche regelmäßig zum 31.12.2019. Ist diese Mitteilung erst im Jahr 2017 oder im Jahr 2018 erfolgt, verjähren die Ansprüche regelmäßig erst zum 31.12.2020 beziehungsweise zum 31.12.2021.“

Bestehende Ansprüche und eine mögliche Abmeldung von der Musterfeststellungklage jetzt prüfen lassen

Vom Abgasskandal betroffene Autofahrer sollten bestehende Ansprüche gegen die Automobilhersteller und Autohändler unbedingt kurzfristig prüfen lassen. Eine solche Prüfung ist insbesondere denen anzuraten, die sich bei der Musterfeststellungklage gegen die Volkswagen AG angemeldet haben, obwohl sie zum Zeitpunkt des Kaufs eine bestehende Verkehrsrechtschutzversicherung hatten. Denn eine Abmeldung ist nur noch bis zum 29.09.2019 möglich.

Anwaltliche Hilfe – Jetzt Schadensersatzansprüche im Abgasskandal prüfen lassen

Die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Lehnen & Sinnig ist eine der führenden Kanzleien auf dem Gebiet des Abgasskandals und des Autokredit- / Leasingwiderrufs. Dabei vertritt sie die Interessen ihrer Mandanten bundesweit. Für Schlagzeilen sorgte die Kanzlei neben dem jetzigen Urteil aus Kaiserslautern auch mit dem ersten obergerichtlichen Urteil gegen die Volkswagen AG vor dem Oberlandesgericht Köln.

Profitieren Sie jetzt von der kostenlosen Erstberatung der Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig. Die Rechtsanwälte vertreten bundesweit geschädigte Kunden im Abgasskandal und helfen Verbrauchern, die von Diesel-Fahrverboten betroffen sind. Die Erstberatung ist kostenlos und unverbindlich.

 

Wurde bei AUDI noch bis 2018 manipuliert? Abgasskandal größer als gedacht.

Abgasskandal bei Audi

Hat Audi seine Fahrzeuge umfassender manipuliert als bisher bekannt? Wurde nicht nur eine, sondern gleich vier Abschalteinrichtungen verbaut? Selbst nachdem der Abgasskandal 2015 bei Volkswagen ans Licht kam, sollen die Audi-Verantwortlichen das Kraftfahrtbundesamt fröhlich weiter getäuscht haben. Angeblich verkaufte der Konzern sogar noch bis 2018 manipulierte Autos. Das berichten gleich mehrere deutsche Medien übereinstimmend.

Zudem sollen die Dieselmotoren von Audi auch in Modellen von Porsche und Volkswagen verbaut worden sein. Rechtsanwalt Dr. Christof Lehnen zeigt sich bestürzt: „Die aktuellen Berichte lassen die Politik und das KBA in keinem guten Licht stehen. Es ist nicht zu fassen, dass man Volkswagen und seine Tochterfirmen wohl noch bis 2018 gewähren ließ. Von der Politik erwarte ich, dass sie für den Bürger da ist und nicht die Machenschaften von Betrügern deckt.“

Neue Dokumente belegen wohl, dass der damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) seit Bekanntwerden nur darauf aus war, den Autoherstellern zur Seite zu stehen und den Abgasskandal so klein wie möglich zu halten.

Welche Rechte haben betroffene Audi Kunden im Abgasskandal?

Im Gegensatz zu der Politik, entscheiden deutsche Gerichte heute im Abgasskandal meist für den Verbraucher. Gerade die erstrittenen Urteile der bundesweit tätigen Rechtsanwaltskanzlei Dr. Lehnen & Sinnig machen vielen Betroffenen Mut. So konnte die Kanzlei beispielsweise das erste obergerichtliche Urteil gegen Volkswagen erstreiten.

Wenn sich ein Auto als Schummel-Diesel entpuppt, kann man vor Gericht Klage einreichen. Eine bestehende Rechtsschutzversicherung übernimmt mittlerweile fast immer die Kosten. Das Risiko für den Kläger ist in den meisten Fällen gleich null.

Bekommt man dann vor Gericht Recht, muss der Hersteller das Fahrzeug wieder zurücknehmen und man ist seinen Diesel los.

Die Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig ist eine der deutschlandweit führenden Kanzleien rund um den Abgasskandal. Gerade im Hinblick auf drohende Fahrverbote und Wertverluste für Diesel-Fahrzeuge, wenden sich täglich Verbraucher an die Kanzlei, die ihr Auto loswerden wollen und/oder Schadensersatzansprüche gegen Hersteller geltend machen möchten.

 

Finanzierte oder geleaste Audi: Ausweg Autokredit widerrufen.

Haben Sie Ihren Audi finanziert oder geleast? Dann könnten Sie auch vom „Widerrufs-Joker“ profitieren. Viele Banken haben den Verbraucher fehlerhaft belehrt und deshalb sind solche Leasing- oder Kreditverträge auch noch nach Jahren widerrufbar. Das bedeutet, dass man dann alle Raten und eine Anzahlung zurückerhält. Im Gegenzug gibt man seinen Audi einfach zurück und ist ihn somit los.

„Einen Autokredit zu widerrufen kann für viele Autofahrer ein Ausweg sein. Dabei gilt diese Möglichkeit nicht nur für vom Abgasskandal betroffene Fahrzeuge, das sogenannte Widerrufsrecht steht auch Menschen mit Benzinern zu.“, sagt Rechtsanwalt Dr. Christof Lehnen.

Auch hier konnte die Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig mehrere wichtige Urteile gegen die Volkswagen-Bank erstreiten, was bundesweit aufhorchen ließ. (Mehr lesen: Verbraucher fährt 70.000 km kostenlos Auto)

Sie suchen einen Anwalt der Sie im Audi-Abgasskandal zur Seite steht? Erstberatung erfolgt ohne Kosten und ohne Risiko.

Die Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig steht Autofahrer bei allen Fragen rund um den Dieselabgasskandal zur Seite. Bei einer kostenlosen und unverbindlichen Erstberatung prüfen die spezialisierten Anwälte auch Ihre Rechte.

Abgasskandal: Rückruf bei Opel – Jetzt auch Benziner manipuliert?

Abgasskandal bei Opel?
Neue Dimensionen im Abgasskandal. Laut BILD hat das Kraftfahrtbundesamt (KBA) einen Zwangsrückruf gegen den Rüsselsheimer Autobauer verhängt. Allerdings geht es diesmal nicht um Dieselmotoren, sondern um Benziner. Das KBA geht davon aus, dass die Fahrzeuge der aktuellen Kleinwagen-Modelle Adam und Corsa im Straßenbetrieb die gesetzlichen Grenzwerte für Stickoxide (NOx) massiv überschreiten.

Im Oktober 2018 hatte die Staats­anwaltschaft Frankfurt am Main bereits eine Razzia in den Geschäftsräumen des Autobauers durchgeführt und im Anschluss gegen Opel (nur) wegen Abgas­manipulationen bei rund 100 000 Dieselautos ermittelt. Ein möglicher Abgasschwindel bei Benzinern wäre da ein neues Kapitel.

Vor zwei Monaten hatte Opel bereits eine „Softwareaktualisierung“ als freiwillige Maßnahme bei einigen Opel Adam und Corsa der Modelljahre 2018 und 2019 angekündigt. Laut Opel hieß es damals, dass es aufgrund einer „Fehlfunktion“ vielleicht zu einer Überschreitung der NOx-Grenzwerte kommen könne. Man hätte dieses Problem bei internen Kontrollen entdeckt und man wolle „ohne Überwachung durch das Kraftfahrtbundesamt“ den Fehler korrigieren.

Anscheinend sieht das Kraftfahrtbundesamt das jetzt anders und ordnet den Zwangsückruf von insgesamt 210.000 Fahrzeugen an.

Die Kanzlei Dr. Lehnen und Sinnig ist eine der bundesweit führenden Adressen rund um das Thema Abgasskandal und Autokreditwiderruf. Immer mehr Autofahrer wenden sich an die spezialisierten Anwälte, um ihre Schadensersatzansprürche gegen die jeweiligen Autohersteller durchzusetzen. Die Kanzlei erstreitet bundesweit wegweisende Urteile, die stets für ein enormes Medienecho sorgen. Darunter auch die erste bindende Entscheidung eines deutschen Oberlandesgerichts zugunsten eines betrogenen Autokäufers vor dem OLG Köln.

 

 

 

Oberlandesgericht entscheidet im „Diesel-Abgasskandal“ – Volkswagen schuldet betroffenem Autokäufer Schadensersatz

Urteil Oberlandesgericht gegen Volkswagen

Bislang hat Volkswagen immer alles daran gesetzt, obergerichtliche Entscheidungen unbedingt zu verhindern. Mit Urteil vom 12.06.2019 hat der 5. Senat des Oberlandesgerichts Koblenz (Az. 5 U 1318/18) im „VW-Diesel-Abgasskandal“ zu Gunsten eines betroffenen Autokäufers entschieden. Das Gericht führte aus, dass die Volkswagen AG gegenüber dem Kunden wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung zum Schadensersatz verpflichtet ist.

In dem vom OLG Koblenz zu entscheidenden Verfahren hatte der Kläger im Januar 2014 einen VW Sharan als Gebrauchtfahrzeug (Erstzulassung 12.7.2012) gekauft. In diesem Fahrzeug war ein Dieselmotor der Baureihe EA 189 eingebaut, der nach Auffassung des Kraftfahrtbundesamtes über eine unzulässige Abschaltvorrichtung verfügt.

Nachdem das Landgericht die Klage in erster Instanz zunächst abgewiesen hatte, urteilte das Oberlandesgericht im Berufungsverfahren nun zu Gunsten des Autokäufers:

Die Beklagte habe dadurch, dass sie das Fahrzeug unter bewusstem Verschweigen der unzulässigen Softwareprogrammierung in Verkehr gebracht habe, dem Käufer entgegen der Wahrheit vorgespiegelt, dass der Einsatz des Fahrzeuges im Straßenverkehr uneingeschränkt zulässig sei. Das Inverkehrbringen des Fahrzeugs trage die Aussage in sich, dass der Pkw nicht nur fahren könne, sondern auch fahren dürfe. Tatsächlich bestehe jedoch durch die verwendete Steuerungssoftware die Gefahr der Betriebsuntersagung und Fahrzeugstilllegung. Die Täuschung hierüber wirke auch beim Gebrauchtwagenkauf fort, da auch bei diesem unter anderem die Herstellerangaben Grundlage der Kaufentscheidung seien. Das Vorgehen der Beklagten sei auch sittenwidrig, das heißt mit den grundlegenden Wertungen der Rechts- und Sittenordnung nicht vereinbar und besonders verwerflich. Insoweit wirke sich aus, dass staatliche Behörden, Wettbewerber und Endverbraucher in großer Zahl systematisch zur Profitmaximierung getäuscht worden seien.

Für die gefahrenen Kilometer schuldet der Kläger der VW AG nach der Auffassung des Oberlandesgerichts einen Nutzungsersatz ausgehend von einer durchschnittlichen Gesamtlaufleistung von 300.000 km. Auch insoweit stellt sich die gerichtliche Entscheidung aus Koblenz für den Verbraucher positiv dar, denn bislang gehen viele Untergerichte von einer durchschnittlichen Gesamtkilometerlaufleistung von nur 250.000 km aus.

Das heutige Urteil des OLG Koblenz stärkt die Rechte und Chancen betroffener Autofahrer. Viele deutsche Oberlandesgerichte hatten in Verhandlungen, Hinweisen und sogar Pressemitteilungen bereits angekündigt, im Abgasskandal zugunsten betrogener Autokäufer entscheiden zu wollen. Bislang hat Volkswagen immer alles daran gesetzt, obergerichtliche Entscheidungen unbedingt zu verhindern.

Rechtsanwalt Dirk Sinnig von der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Lehnen & Sinnig PartGmbB (LSP): „Obergerichtliche Entscheidungen sind eher selten, weil die Anwälte des VW-Konzerns ähnliche Verfahren durch prozessuale Tricks ohne formelle gerichtliche Entscheidung beenden konnten. Die positive Entscheidung aus Koblenz ist für erstinstanzliche Verfahren richtungsweisend und hat für viele geschädigte Autokäufer auch in anderen Gerichtsverfahren bundesweit Signalwirkung.“

Die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Lehnen & Sinnig zählt bundesweit zu den führenden Rechtsanwaltskanzleien im Bereich des Diesel-Abgasskandals. Über 50 Mitarbeiter helfen Ihnen dabei, auch Ihre Rechte im Diesel-Abgasskandal durchzusetzen.

Unsere Kanzlei hat bereits in jüngster Vergangenheit beachtliche Erfolge gegen den Volkswagen-Konzern erzielt. Mit dem heutigen Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz wurden die Rechte betroffener Autobesitzer weiter gestärkt.

Gegen Volkswagen klagen. Was kann ich tun?

Ist Ihr Auto vom Abgasskandal betroffen, können Sie uns ganz unverbindlich und kostenfrei Ihre Kaufunterlagen zukommen lassen. Unsere spezialisierten Fachanwälte prüfen Ihre Rechte und begleiten Sie bei einem eventuellen Gerichtsprozess. Werden Sie Ihren Schummel-Diesel jetzt los. Ihre Chancen sind besser als je zuvor.

 

 

VW Diesel-Skandal: BGH stärkt Kunden von Volkswagen – Abschalteinrichtungen sind Sachmangel

Im Abgasskandal rund um die Diesel-Autos von Volkswagen sind die illegal eingebauten Abschalteinrichtungen als Sachmangel zu werten. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) jetzt in einem höchstrichterlichen Hinweisbeschluss erklärt.

Der Bundesgerichtshof hat damit als oberstes deutsches Zivilgericht erstmals die Position der vielen „geprellten“ Volkswagen Kunden im Dieselskandal gestärkt. Die Bundesrichter stellten klar, dass nach ihrer „vorläufigen Rechtsauffassung“ bei einer unzulässigen Abschalteinrichtung von einem Sachmangel auszugehen sein dürfte.

Die Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig hat bereits in jüngster Vergangenheit beachtliche Erfolge gegen den Volkswagen-Konzern erzielt. Dass jetzt aber die Schummel-Diesel vom BGH als Mangelware bezeichnet werden, dürfte den vielen betrogenen Volkswagen-Kunden den Weg vor Gericht noch leichter machen.

Gegen Volkswagen klagen. Was kann ich tun?

Ist Ihr Auto vom Abgasskandal betroffen, können Sie uns ganz unverbindlich und kostenfrei Ihre Kaufunterlagen zukommen lassen. Unsere spezialisierten Fachanwälte prüfen Ihre Rechte und begleiten Sie bei einem eventuellen Gerichtsprozess. Werden Sie Ihren Schummel-Diesel jetzt los. Ihre Chancen sind besser als je zuvor.

Autokreditwiderruf als zusätzlicher Ausweg aus der Diesel-Falle.

Ist Ihr PKW bei einer Bank finanziert, so könnte ebenfalls der Widerruf Ihres Finanzierungsvertrags eine Möglichkeit sein, um sich schnell und unkompliziert von Ihrem Fahrzeug zu trennen. Dieser als „Diesel-Joker“ bekannte Ausweg ist für viele Autofahrer meist der schnellere und elegantere Ausweg aus der Diesel-Falle.
Widerruft der Verbraucher seinen Autokredit wirksam, hat dies zur Folge, dass der Darlehensvertrag und der hiermit verbundene Fahrzeugkaufvertrag rückabgewickelt werden müssen. Sie können Ihr Auto dann an die Bank zurückgeben und erhalten im Gegenzug alle bereits gezahlten Raten und eine ggf. geleistete Anzahlung zurück. Auch hier konnte die Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig zahlreiche Erfolge vor Gericht verbuchen. Das Urteil vor dem Landgericht Ravensburg fand bundesweit die bisher größte Aufmerksamkeit. Hier fuhr ein VW-Fahrer 70.000 km „kostenlos“ Auto (mehr zum Urteil).

Falsche Verbrauchswerte bei Porsche 911?

Laut spiegel.de hat der Wolfsburger Autokonzern VW heute Selbstanzeige erstattet. Grund sollen zu hohe CO2-Ausstöße beim Porsche 911 sein.

Heute soll VW Selbstanzeige beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erstattet haben. Das berichtet der SPIEGEL unter Berufung auf Konzernkreise. Bei der Anzeige soll es demnach um fehlerhafte Verbrauchswerte des Porsche 911 gehen. Die Folge wäre zudem ein höherer Ausstoß von Kohlendioxid. Es könnte somit der nächste Abgasskandal im VW-Konzern sein.

Welche Baureihen des Porsche sind betroffen?

Laut des Nachrichtenmagazins sollen die Porsche 911 der Baujahre 2016 und 2017 von den falschen Verbrauchswerten betroffen sein. Sollte sich dies bewahrheiten und die Verbrauchswerte mehr als zehn Prozent über den ursprünglichen Angaben liegen, könnten betroffene Verbraucher ggf. Schadensersatzansprüche gegenüber Porsche geltend machen und vom Kaufvertrag zurücktreten.

 

Welche Rechte können Porsche-Kunden jetzt geltend machen?

Sollte Ihr Porsche manipuliert worden sein, prüfen wir Ihre Rechte kostenlos und unverbindlich. Die Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig vertritt bundesweit mehrere tausend Geschädigte im VW-Abgasskandal und hat jüngst ein bedeutendes Urteil für geschädigte VW-Kunden vor einem Oberlandesgericht erstritten.

Das sagt Porsche zu den Vorwürfen

Laut des SPIEGEL nahm Porsche gegenüber dem Nachrichtenmagazin wie folgt Stellung: „Porsche hat bei internen Untersuchungen Themen im Zusammenhang mit einzelnen, sogenannten Ausrolltests festgestellt. Diese Tests werden angewandt, um fahrzeugspezifische Werte für Rollenprüfstandstests zu ermitteln. Im konkreten Fall geht es um Abweichungen bei der Ermittlung von Windwiderstandswerten und entsprechende Berichte, die den zuständigen Behörden übermittelt wurden. Der Sachverhalt wird derzeit noch untersucht, doch Porsche sieht es als Selbstverständlichkeit und Ausdruck seiner Firmenkultur an, die zuständigen Behörden aktiv zu informieren. Das Unternehmen setzt die internen Untersuchungen in enger Abstimmung mit den Behörden fort.“

Abgasskandal – Razzia bei Opel

Abgasskandal Razzia Opel
Ein verpflichtender Rückruf für die Modelle Cascada, Insignia und Zafira wird immer wahrscheinlicher.
Das hessische Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Frankfurt haben heute die Geschäftsräume von Opel in Rüsselsheim und in Kaiserslautern durchsucht.
Medienberichten zufolge liegt eine Strafanzeige des Kraftfahrtbundesamtes vor. Opel soll Dieselfahrzeuge mit manipulierter Abgassoftware in Umlauf gebracht haben. Laut der Frankfurter Oberstaatsanwaltschaft geht es um vier Fahrzeugtypen der Abgasnorm Euro 6.
Bereits im Sommer wurde bekannt, dass das Bundesverkehrsministerium in Berlin eine Anhörung gegen Opel anordnete. Opel sollte sich damals zu den Vorwürfen von unzulässigen Abschalteinrichtungen äußern. Wie bereits bei Volkswagen, Skoda, Audi, Seat, Porsche oder Mercedes gab es den Verdacht der Manipulationen.

Klagewelle gegen Opel?

Angesichts immer neuer Diesel-Fahrverbote und hohen Wertverlusten der Autos, sind viele Opel-Fahrer nun besorgt. Neben Stuttgart, Hamburg und Frankfurt hatte zuletzt die Hauptstadt Berlin Fahrverbote angekündigt.

Als der Abgasskandal bei Volkswagen im Jahr 2015 bekannt wurde, mussten Geschädigte erst mühsam eine Deckungszusage ihrer Rechtsschutzversicherung erkämpfen. Heute gewähren alle Verkehrsrechtsschutzversicherungen in Abgasstreitigkeiten unproblematisch Deckung. Auch vor Gericht verliert Volkswagen heute zahlreiche Prozesse.

Rechtsanwalt Dr. Christof Lehnen: „Sollte sich der Verdacht gegen Opel bestätigen, ist die rechtliche Ausgangsposition für betroffene Opel-Kunden besser als sie es anfänglich für Volkswagen-Kunden war. Die VW-Fahrer haben den Klageweg geebnet und praktisch alle Ampeln auf Grün gestellt. Auch für Opel-Fahrer gibt es keinen Grund, sich betrügen zu lassen. Und erst recht gibt es keinen Grund, sich unter staatlicher Androhung von Zwangsstilllegungen fragwürdige Software-Updates aus der Hand des betrügenden Herstellers aufdrängen zu lassen. Ob diese eilig entwickelten Updates überhaupt funktionieren, ist fraglich und dass sie erhebliche Folgeschäden an den Autos verursachen können, ist aus den VW-Fällen hinlänglich bekannt.“

So werden Sie Ihren Diesel jetzt los.

Die Kanzlei Dr. Lehnen und Sinnig hat in der jüngsten Vergangenheit die wohl zwei wichtigsten Urteile rund um das Thema Abgasskandal und Autokreditwiderruf erstritten.

Bereits im Juni hatte das OLG Köln, in einem von der Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig geführten Klageverfahren, mit einer Sensationsentscheidung im VW-Abgasskandal aufhorchen lassen. Das Gericht hatte als erstes deutsches Oberlandesgericht einen ortsansässigen Autohändler zur Rücknahme eines VW Eos 2,0 TDI gezwungen. In dem Fahrzeug war eine verbotene Abschalteinrichtung verbaut.

Zum Thema Autokreditwiderruf entschied dann im August das Landgericht Ravensburg als erstes deutsches Gericht: Ein Verbraucher erhält alle gezahlten Raten zurück und muss der VW-Bank weder Wertersatz noch Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer zahlen. Im konkreten Fall ist der Kläger damit 70.000 Kilometer kostenlos Auto gefahren. Speziell für Diesel-Fahrer, die vom Abgasskandal oder von drohenden Fahrverboten betroffen sind, stellt der Autokreditwiderruf einen interessanten Ausweg dar. Lesen Sie hier mehr zum Urteil, das Rechtsgeschichte für Millionen Autofahrer schrieb.

 

Jetzt gegen VW klagen – Verjährung im Diesel-Skandal droht Ende 2018

VW Abgasskandal Verjährung

Es ist knapp drei Jahre her, als die Volkswagen AG öffentlich eingeräumt hat, Abgaswerte von Diesel-Fahrzeugen massiv manipuliert zu haben. VW hat Millionen Autos mit verbotenen Abschalteinrichtungen verkauft – der Beginn des „Abgasskandals“.

Wenn Sie Ihre Schadensersatzansprüche gegen Volkswagen noch nicht durchgesetzt haben, dann drängt die Zeit. Die Verjährungsfrist beträgt ab Bekanntwerden 3 Jahre zum Jahresende. Für Modelle, bei denen der Abgas-Betrug also 2015 bekannt wurde, tritt Ende 2018 Verjährung ein.

 

Ansprüche gegen Volkswagen verjähren 2018

Wer bis zum 31.12.2018 keine Klage gegen VW eingereicht hat guckt dann wohl endgültig in die Röhre und bleibt auf dem Schaden, den VW angerichtet hat, sitzen. In Anbetracht von Diesel-Fahrverboten und massiven Wertverlusten für Diesel-Fahrzeuge, sollten betroffene also noch schnell handeln, bevor es zu spät ist.

Die Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig Rechtsanwälte PartG mbB aus Trier ist eine der führenden Kanzleien im VW-Abgasskandal und berät und vertritt bundesweit über 1.000 Geschädigte im VW-Abgasskandal. Gerne prüfen wir auch Ihre Rechte kostenlos und unverbindlich.

Für diejenigen, die bei Kauf des Fahrzeugs noch keine Verkehrsrechtsschutzversicherung hatten, aber deren Auto finanziert ist, ist der Widerruf des Autokredits das Mittel der Wahl.

 

Musterfeststellungsklage keine Alternative

Für alle geprellten VW-Kunden ist die Musterfeststellungsklage keine Alternative. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen rechnet mit Abschluss des Musterverfahrens frühestens im Jahr 2022. Anschließend muss dann jeder Betroffene noch seinen Individualprozess mit ungewisser Dauer führen. Solange können jedoch viele Autofahrer nicht warten. Angedrohte Stilllegungen der betroffenen Fahrzeuge und die bis dahin zunehmenden Diesel-Fahrverbote in vielen deutschen Städten dulden keinen Aufschub. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen empfiehlt daher allen die rechtsschutzversichert sind, nicht auf die langwierige Musterfeststellungsklage zu warten, sondern unmittelbar selbst zu klagen.

 

Die Chancen gegen Volkswagen sind gestiegen

Aktuell haben die meisten betroffenen Kunden gute Chance auf eine finanzielle Entschädigung, wenn Sie vor Gericht klagen. Der Volkswagen-Konzern strebt in der Regel Vergleiche an, bevor es zu Urteilen von Oberlandesgerichten kommt. Man möchte so Präzedenzfälle vermeiden und das Thema in der Öffentlichkeit möglichst klein zu halten. Umso beachtlicher ist da das Urteil des OLG Köln, dass als erstes deutsches Oberlandesgericht einen ortsansässigen Autohändler in einem von der Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig geführten Klageverfahren zur Rücknahme eines VW gezwungen hat.

 

handelsblatt.com: „Bisher hat die Strategie von Volkswagen Erfolg. Nur ein einziger Kunde konnte in der Dieselaffäre ein Verfahren vor einem Oberlandesgericht gewinnen. Erstritten hat den Sieg die Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig aus Trier.“

So können Sie gegen den Hersteller Volkswagen klagen

Sofern Sie die Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig mit der Durchsetzung Ihrer Rechte beauftragen möchten, prüfen wir Ihre Ansprüche gegen Volkswagen, insbesondere im Hinblick auf Lieferung eines neuen mangelfreien Fahrzeugs, Rückzahlung des Kaufpreises oder Kaufpreisminderung. Unsere Erstberatung ist dabei kostenlos und unverbindlich.

Sie müssen uns dazu nur Ihren Kaufvertrag und einige weitere Informationen zukommen lassen.
Nutzen Sie gerne dazu unser Kontaktformular.

Diesel-Fahrverbote in Frankfurt kommen.

Dieselfahrverbot Frankfurt
Seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im Februar ist klar: Diesel-Fahrverbote kommen. Nun hat auch das Verwaltungsgericht in Wiesbaden entschieden, dass die Stadt Frankfurt Diesel-Fahrverbote zur Verbesserung der Luftqualität einführen muss. Der vom Land Hessen eingereichte Luftreinhalteplan solle ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge der Norm Euro 4 und älter sowie für Benziner der Norm Euro 1 und 2 ab Februar 2019 enthalten. Für Euro-5-Diesel solle das Fahrverbot ab September 2019 gelten, entschied das Verwaltungsgericht.

Diese Fahrverbote führen zu einem weiteren Wertverlust bei älteren, aber auch bei aktuellen Diesel-Fahrzeugen. So verlieren Diesel-Fahrer insgesamt viele Milliarden Euro, und zwar auch in ländlichen Gegenden, wo Fahrverbote eigentlich kein Thema sind.

So werden Sie Ihren wertlosen Diesel los!

Unsere Kanzlei hat in der jüngsten Vergangenheit die wohl zwei wichtigsten Urteile rund um das Thema Abgasskandal und Autokreditwiderruf erstritten.
Nachdem bereits mehrere Gerichte entschieden hatten, dass zahlreiche Autokreditverträge widerrufen werden können, hat das Landgericht Ravensburg im August als erstes deutsches Gericht entschieden: ein Verbraucher erhält alle gezahlten Raten zurück und muss der VW-Bank weder Wertersatz noch Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer zahlen. Im konkreten Fall ist der Kläger damit 70.000 Kilometer kostenlos Auto gefahren. Insgesamt betroffen sind rund 1,5 Millionen fehlerhafte Autokreditverträge der VW-Bank und deren Zweigniederlassungen Audi Bank, Seat Bank und Skoda Bank. Speziell für Diesel-Fahrer, die vom Abgasskandal oder von drohenden Fahrverboten betroffen sind, stellt der Autokreditwiderruf einen interessanten Ausweg dar. Lesen Sie hier alles zum Urteil, das Rechtsgeschichte für Millionen Autofahrer schrieb.

Bereits im Juni hatte das OLG Köln, in einem von der Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig geführten Klageverfahren, mit einer Sensationsentscheidung im VW-Abgasskandal aufhorchen lassen. Das Gericht hatte als erstes deutsches Oberlandesgericht einen ortsansässigen Autohändler zur Rücknahme eines VW Eos 2,0 TDI gezwungen. In dem Fahrzeug war eine verbotene Abschalteinrichtung verbaut. Die Richter am Oberlandesgericht bestätigten das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Köln. Die Berufung des verurteilten Händlers, wurde vom OLG Köln sogar ohne mündliche Verhandlung zurückgewiesen. Das ist nur ausnahmsweise möglich, wenn die Richter übereinstimmend davon überzeugt sind, dass die Berufung des Händlers offensichtlich keine Aussicht auf Erfolgt hat. Der Händler musste den Schummel-Diesel zurücknehmen und dem betrogenen Käufer den Kaufpreis abzüglich einer geringen Entschädigung für die bislang gefahrenen Kilometer erstatten.

Verbote auch in Stuttgart, Aachen und Hamburg

Es ist eine Frage der Zeit, bis weiter deutsche Städte Fahrverbote aussprechen werden. Nur so ist die Reduzierung der Stickstoffdioxid-Emissionen in vielen Regionen möglich. In Hamburg wurden die Verbote bereits  freiwillig umgesetzt, auch Stuttgart und Aachen wurden bereits gerichtlich zu Fahrverboten verpflichtet.

 

 

Volkswagen. Das Urteil. VW-Bank erleidet durch fehlerhafte Autokreditverträge Totalschaden vor Gericht: Verbraucher fährt 70.000 km kostenlos Auto

Das Landgericht Ravensburg schreibt Rechtsgeschichte für Millionen Autofahrer. Nachdem bereits mehrere Gerichte entschieden haben, dass zahlreiche Autokreditverträge widerrufen werden können, hat das Landgericht Ravensburg nun als erstes deutsches Gericht entschieden: ein Verbraucher erhält alle gezahlten Raten zurück und muss der VW-Bank weder Wertersatz noch Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer zahlen. Im konkreten Fall ist der Kläger damit 70.000 Kilometer kostenlos Auto gefahren. Insgesamt betroffen sind rund 1,5 Millionen fehlerhafte Autokreditverträge der VW-Bank und deren Zweigniederlassungen Audi Bank, Seat Bank und Skoda Bank.

Der von der Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig vertretene Kläger kaufte im Juni 2015 einen gebrauchten Skoda Roomster 1.2 TSI für 10.960 Euro. Das Auto finanzierte er bei der Volkswagen Bank und fuhr zwischenzeitlich damit rund 70.000 Kilometer. Motiviert von der Berichterstattung der Stiftung Warentest über ein ebenfalls von unserer Kanzlei vor dem Landgericht Berlin geführtes Verfahren, widerrief der Skoda-Fahrer seinen Darlehensvertrag noch im Mai 2017. Dabei berief er sich darauf, von der VW-Bank bei Vertragsschluss fehlerhaft belehrt worden zu sein. Er verlangte von seiner Bank die Rückzahlung aller von ihm bislang gezahlten Raten, und zwar ohne Abzug für Schäden am Fahrzeug oder Ersatz für die zwischenzeitlich zurückgelegten rund 70.000 Kilometer. Zu Recht wie das Landgericht Ravensburg jetzt mit Urteil vom 07.08.2018 (Az. 2 O 259/17) entschied.

Dieses Urteil ist ein Meilenstein im Verbraucherschutzrecht. Auf den ersten Blick erscheint das Urteil aus Verbrauchersicht geradezu übertrieben günstig, während es für Autobanken extrem hart ausfällt. Dennoch ist das Urteil richtig. Denn nur durch diese strenge Rechtsfolge kann erreicht werden, was das Gesetz unbedingt gewährleisten will: eine ordnungsgemäße Belehrung des Verbrauchers über seine Rechte beim Abschluss von Kreditverträgen. Banken, die ihre Kunden falsch belehren, können sich über die Härte des Gesetzes nicht beschweren.

Unser YouTube-Video zum Urteil:

Widerruf von Autokrediten als Ausweg für Verbraucher

Speziell für Diesel-Fahrer, die vom Abgasskandal oder von drohenden Fahrverboten betroffen sind, stellt der Autokreditwiderruf einen interessanten Ausweg dar.
Nach dem wirksamen Widerruf müssen Kauf- und Kreditvertrag rückabgewickelt werden. Die Autobesitzer geben ihren PKW einfach an die Bank zurück und müssen den Kredit nicht mehr abzahlen. Im Gegenteil: Die Bank muss die bisher gezahlten monatlichen Kreditraten und die gesamte Anzahlung zurückzahlen. Ein Wertersatz für die Verschlechterung des Fahrzeugs oder Nutzungsersatz für die gefahrenen Kilometer müssen nicht gezahlt werden, wie das Landgericht Ravensburg jetzt entschieden hat.

Der Widerruf ist zeitlich unbeschränkt möglich, auch Jahre nach Vertragsabschluss und sogar nach Rückzahlung des Kredits. Wenn Sie Ihren Autokredit widerrufen möchten, werden Sie in den meisten Fällen von Ihrer Verkehrsrechtsschutzversicherung unterstützt. Verbraucherschützer raten allerdings zu einer anwaltlichen Prüfung bevor der Widerruf erklärt wird.

 

Autokreditwiderruf auch bei zahlreichen anderen Autobanken möglich

Nicht nur die Volkswagen-Bank belehrt bei ihren Verträgen unzureichend. Praktisch alle Autobanken und Leasinggesellschaften belehren den Verbraucher nicht ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht. Daher können Verbraucher ihren Finanzierungsvertrag auch noch nach Jahren widerrufen.

Die Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig ist die bundesweit führende Kanzlei zum Thema Widerruf von Autokreditverträgen. Speziell gegen die VW-Bank hat unsere Kanzlei nahezu alle bekanntgewordenen Urteile erstritten. Das Urteil aus Ravensburg ist das bundesweit erste, das der Autobank einen Wertersatz komplett versagt.

Mit dem kostenlosen Rechner von Dr. Lehnen & Sinnig können Sie selbst mit wenigen Klicks ausrechnen, ob es sich für Sie wirtschaftlich lohnt, Ihren Autokredit zu widerrufen.