VW-Abgasskandal 2.0 – Auch Motorreihe EA 288 betroffen?

Abgasskandal 2.0 bei VW 2019

Laut Medienberichten des SWR soll es bei Volkswagen den nächsten großen Skandal geben. Demnach wurden auch in neuen Dieselmotoren mit EURO 6 unzulässige Abschalteinrichtungen verbaut. Betroffen könnten neben zahlreichen PKW und Nutzfahrzeugen von Volkswagen auch Modelle der Tochterfirmen Audi, Seat und Skoda sein.

Der Abgasskandal bei Volkswagen könnte ein ganz neues Ausmaß annehmen. Versucht der Konzern aktuell noch den „ersten Abgasskandal“ auszusitzen, der im Herbst 2015 bekannt wurde, könnte nun der nächste, noch größere Skandal, über den Autobauer hereinbrechen. Wie der SWR jetzt berichtet, soll auch in neueren VW-Diesel-Motoren mit Euro-6-Abgasnorm eine illegale Software eingebaut worden sein. Diese erkennt, ob sich das betroffene Fahrzeug auf einem Prüfstand befindet oder nicht.

Konkret soll es sich bei den neuen Manipulationsvorwürfen um Fahrzeuge mit der VW-Motorreihe EA 288 handeln, die eigentlich den Skandal-Vorgänger-Motor des Typs EA 189 aus dem 2015 bekannt gewordenen Abgasskandal ersetzen sollte. Der SWR beruft sich auf interne und vertrauliche Dokumente des VW-Konzerns.

Rechtsanwalt Dr. Christof Lehnen von der auf den Abgasskandal spezialisierten Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig äußert sich entsetzt: „Wie kann es sein, dass Volkswagen auch vier Jahre nach Bekanntwerden des Abgasskandal unbehelligt weiter machen kann? Man verkauft die eigenen Kunden auch bei den neuen, angeblich sauberen Fahrzeugmodellen für dumm. Und das Verkehrsministerium schaut dabei zu. Die Politik muss endlich aktiv werden und darf die betroffenen Autobesitzer nicht länger im Regen stehen lassen. Dass das Kraftfahrt-Bundesamt zu den aktuellen Recherchen des SWR schweigt, sagt alles.“

Volkswagen Motorreihe EA 288 vom Abgasskandal 2.0 betroffen?

Die Motorgeneration des Typs EA 288 mit Common-Rail-Einspritzung wurde seit 2012 in zahlreichen VW-Modellen wie Passat, Golf oder Tiguan, aber auch in Modellen der VW Tochterfirmen Audi, Seat und Skoda verbaut. Man kann also nur erahnen, wie viel Kunden vom „Abgasskandal 2.0“ betroffen sein könnten. Den VW-Motor EA 288 gibt es mit drei und vier Zylindern.

In internen VW-Unterlagen, die dem SWR vorliegen sollen, wird detailliert beschrieben, wie die sogenannte „Zykluserkennung“ bei dem VW-Motor funktioniert. Experten verstehen unter dem Begriff Zykluserkennung eine Software im PKW, die erkennt, ob gerade ein Abgastest durchgeführt wird oder ob sich das Fahrzeug im normalen Straßenverkehr befindet. Eine gleichfunktionierende Software war auch bei den Fahrzeugen des ersten „Diesel-Skandals“ mit dem Motortyp EA189 verbaut und als unzulässige Abschalteinrichtung qualifiziert worden.

Welche Autos besitzen Motoren des Typs EA 288?

In dieser Übersicht sehen Sie, in welchen Fahrzeugen der Dieselmotor des Typs EA 288 verbaut wurde. Ob diese Motoren manipuliert wurden wird sich zeigen.

Volkswagen mit Motoren Typ EA 288:

  • VW Polo V 1.4 TDI, Polo VI 1.6 TDI
  • VW Golf VII 1.6 TDI, VW Golf VII 2.0 TDI
  • VW Golf Sportsvan 1.6 TDI, VW Golf Sportsvan 2.0 TDI
  • VW Jetta VI 1.6 TDI, VW Jetta VI 2.0 TDI
  • VW Tiguan 2.0 TDI, VW Tiguan II 2.0 TDI
  • VW Touran II 1.6 TDI, VW Touran II 2.0 TDI
  • VW T-Roc 1.6 TDI, VW T-Roc 2.0 TDI
  • VW Beetle 2.0 TDI
  • VW Sharan II 2.0 TDI
  • VW Scirocco III 2.0 TDI
  • VW Arteon 2.0 TDI
  • VW Passat B8 1.6 TDI, VW Passat B8 2.0 TDI
  • VW T6 2.0 TDI
  • VW Caddy 2.0 TDI
  • VW Crafter 2.0 TDI
  • VW Amarok 2.0 TDI

Audi mit Motoren Typ EA 288:

  • Audi A1 8X 1.4 TDI, Audi A1 8X 1.6 TDI
  • Audi A3 8V 1.6 TDI, A3 8V 2.0 TDI
  • Audi A4 B8 2.0 TDI,Audi A4 B9 2.0 TDI
  • Audi A5 F5 2.0 TDI
  • Audi A6 C7 2.0 TDI
  • Audi Q2 GA 1.6 TDI, Audi Q2 GA 2.0 TDI

Seat mit Motoren Typ EA 288:

  • Seat Ibiza 1.4 TDI
  • Seat Toledo IV 1.4 TDI, Seat Toledo IV 1.6 TDI
  • Seat Leon III 1.6 TDI, Seat Leon III 2.0 TDI
  • Seat Ateca 1.6 TDI, Seat Ateca 2.0 TDI
  • Seat Alhambra II 2.0 TDI
  • Seat Tarraco 2.0 TDI

Škoda mit Motoren Typ EA 288:

  • Škoda Fabia III 1.4 TDI
  • Škoda Rapid (2012) 1.4 TDI, Škoda Rapid (2012) 1.6 TDI
  • Škoda Octavia III 1.6 TDI, Škoda Octavia III 2.0 TDI
  • Škoda Superb III 1.6 TDI, Škoda Superb III 2.0 TDI
  • Škoda Karoq 1.6 TDI, Škoda Karoq 2.0 TDI
  • Škoda Kodiaq 2.0 TDI, Škoda Kodiaq RS 2.0 TDI

Anwaltliche Hilfe – Jetzt Schadensersatzansprüche im Abgasskandal prüfen lassen

Die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Lehnen & Sinnig ist eine der führenden Kanzleien auf dem Gebiet des Abgasskandals und des Autokredit- / Leasingwiderrufs. Die spezialisierten Anwälte vertreten bundesweit die Interessen von Verbrauchern. Für Schlagzeilen sorgte die Kanzlei neben dem Urteil aus Kaiserslautern auch mit dem ersten obergerichtlichen Urteil gegen die Volkswagen AG vor dem Oberlandesgericht Köln.

Profitieren Sie jetzt von der kostenlosen Erstberatung der Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig. Die Rechtsanwälte vertreten bundesweit geschädigte Kunden im Abgasskandal und helfen Verbrauchern, die von Diesel-Fahrverboten betroffen sind. Die Erstberatung ist kostenlos und unverbindlich.

Schadstoffausstoß trotz Softwareupdate bei Volkswagen

 


Ruhe ist für viele VW-Fahrer auch vier Jahre nach Bekanntwerden des Abgasskandals nicht eingekehrt. Hatten sich etliche Betroffene 2016 auf das von VW angebotene Softwareupdate verlassen und ihr Fahrzeug nachrüsten lassen, steht jetzt eine neue Hiobsbotschaft im Raum.

Das Update war nicht der erhoffte Heilsbringer. Es enthält eine neue Abschalteinrichtung, die mithilfe eines Thermofensters arbeitet, so das Rechercheergebnis des ARD-Magazins Kontraste.  Zwischen 15 und 33 Grad Celsius und einer Höhe von bis zu 1000m werden die Abgase gereinigt. Sinken die Temperaturen unter 15 Grad oder steigen sie über 33 Grad, greift das Thermofenster und die Abgasreinigung wird deutlich verringert. Fatal, denn bei niedrigeren Außentemperaturen, wie wir sie in Deutschland etwa in den kommenden Monaten zu erwarten haben, stößt der VW mitunter mehr Strickoxide aus als vor dem Update.

Dazu muss man wissen, dass alle Softwareupdates im Voraus vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) genehmigt werden müssen. Dies war auch hier der Fall. Umso unverständlicher ist es, dass sowohl die Behörde als auch das Bundesverkehrsministerium bisher nicht auf diesen offensichtlichen Mangel reagieren und VW zur Nachbesserung aufgefordert haben.

Auch gerichtlich war das Thermofenster kürzlich ein Thema. Das Landgericht Düsseldorf gab in einem Urteil vom 31.7.2019 (Az. 7 O 166/18) dem Kläger recht, der sein Auto nach dem Aufspielen des Updates an VW zurückgeben wollte. Trotz Softwareupdate drohten ihm immer noch Fahrverbote. Nach Auffassung des Gerichts hätte VW den Kläger über die Einschränkungen der Abgasreinigung im Zuge des Softwareupdates informieren müssen. Da dies nicht erfolgte, habe der Kläger einen berechtigten Schadensersatzanspruch.

VW begründet das Thermofenster mit dem Schutz der Bauteile des Abgasrückführungssystems. Mehrere Wissenschaftler widersprechen dem jedoch und halten auch andere technische Lösungen für möglich, die die Abgassysteme schützen und gleichzeitig nicht den Schadstoffausstoß erhöhen.

Prüfen Sie jetzt Ihre Schadensersatzansprüche im VW Abgasskandal

Ein Ende des Abgasskandals ist für VW nicht in Sicht und auch Kunden brauchen nach wie vor einen langen Atem. „Betroffene können sich von VW erneut zu Recht getäuscht vorkommen. Dachten Sie, das Thema Abgasskandal wäre mit der Installation des Softwareupdates erledigt und sie hätten Ihr Fahrzeug vor drohenden Fahrverboten geschützt, müssen sie nun feststellen, dass dies nicht der Fall ist.“, bestätigt Rechtsanwalt Dr. Christof Lehnen von der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Lehnen & Sinnig. „Wir empfehlen ihnen, auf jeden Fall bis zum 31.12.2019 ihre Unterlagen zum Fahrzeug von uns prüfen zu lassen, um Schadensersatzansprüche geltend machen zu können.“, meint Rechtsanwalt Dr. Lehnen abschließend.

Die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Lehnen & Sinnig ist eine der führenden Kanzleien auf dem Gebiet des Abgasskandals und des Autokredit-/ Leasingwiderrufs. Die spezialisierten Anwälte vertreten bundesweit die Interessen von Verbrauchern.

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Audi vernachlässigt die Umsetzung seiner Softwareupdates im Abgasskandal

Abgasskandal bei Audi

Der Ingolstädter Fahrzeughersteller Audi hinkt offenbar bei den Softwareupdates für seine Fahrzeuge hinterher. Für die 3.0 l-Modelle A4, A5, A6, A7, A8 und Q7 gingen bislang keine Antragsunterlagen zur Freigabe beim Kraftfahrtbundesamt (KBA) ein.

Audi war vom KBA bereits Anfang 2018 aufgefordert worden, bis Februar 2018 Updates für die betroffenen Fahrzeuge vorzustellen. Zuvor hatte die Behörde bereits per Pressemitteilung auf die Pflichten Audis aufmerksam gemacht, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um die verbotenen Abschalteinrichtungen zu entfernen.

Bis heute ist nichts passiert, Audi ist somit schon über eineinhalb Jahre in Verzug.

 

Nachdem 2015 der Abgasskandal bei Volkswagen ans Licht kam, zeigte man sich bei der Tochter Audi unbeeindruckt. Wie mehrere Medien berichteten, verbaute Audi bis ins Jahr 2018 weiterhin die verbotenen Abschalteinrichtungen in seine Motoren, auch in Fahrzeuge von Porsche und Volkswagen verwendet wurden.

Nicht nur, dass Audi den Kunden massiv durch die Verwendung von illegalen Abschalteinrichtungen getäuscht hat, so lässt sich der Hersteller nun auch für die Behebung seines Fehlers viel Zeit und strapaziert die Nerven seiner Kunden. Selbst wenn Audi angibt, bei den Euro 6-Modellen für fast zwei Drittel der Anträge grünes Licht vom KBA zu haben und die entsprechende Umsetzung der Updates laufe, bleibt ein negativer Beigeschmack, der sich durch den gesamten Audi-Abgasskandal zieht.

 

Wie ernst nimmt Audi die Verantwortung gegenüber seinen Kunden im Abgasskandal?

Für seine Luxuslimousine, den A8 hat das Ingolstädter Unternehmen bisher noch keine Lösung zur Behebung der schlechten Abgaswerte parat. Bereits vor zwei Jahren wurde das Modell vom Kraftfahrtbundesamt zurückgerufen. Die deutsche Umwelthilfe hatte zuvor beim Audi A8 mit 4,2l Euro 6-Motor den höchsten jemals erreichten Stickoxid-Wert gemessen. Seitdem warten die betroffenen Kunden auf eine Lösung für ihr Fahrzeug.

Theoretisch kann das Kraftfahrtbundesamt Audi die Typengenehmigung für noch nicht umgerüstete Modelle entziehen. Dies hätte ihre sofortige Stilllegung zur Folge.

„Ein Worst- Case-Szenario für alle betroffenen Audi-Fahrer! Das Image von Audi hat in den letzten Jahren erheblich gelitten und die Modelle haben einen Wertverlust sondergleichen erfahren. Drohende und bestehende Fahrverbote tragen zusätzlich dazu bei.“, bestätigt auch Dr. Christof Lehnen von der Anwaltskanzlei Dr. Lehnen und Sinnig.

 

Die in Bayern ansässige Audi AG scheint sich über die behördlichen Vorgaben zu stellen und eine Notwendigkeit der Updates auch über eineinhalb Jahre nach der Aufforderung des Kraftfahrtbundesamts nicht einzusehen. Inwieweit dabei zu berücksichtigen ist, dass das KBA zum Ministerium des bayrischen Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer gehört, bleibt dahingestellt. Auffallend ist allerdings die Geduld, die gegenüber dem bayrischen Automobilhersteller an den Tag gelegt wird.

 

„Kunden fühlen sich von Audi nach wie vor nicht ernst genommen. Eine lückenlose Aufklärung und eine offizielle Stellungnahme zum Abgasskandal bleibt der Fahrzeughersteller weiterhin schuldig. Betroffene Audi-Fahrer sollten Ihre Schadensersatzansprüche durch eine Anwaltskanzlei prüfen lassen. Im Gegensatz zur Politik, entscheiden deutsche Gerichte heute im Abgasskandal meist für den Verbraucher. Wenn sich ein Auto als Schummel-Diesel entpuppt, kann man vor Gericht Klage einreichen. Eine bestehende Verkehrsrechtsschutzversicherung übernimmt sehr häufig die Kosten.“, fasst Dr. Christof Lehnen zusammen.

 

Finanzierte oder geleaste Audi loswerden: Ausweg Autokredit widerrufen.

Haben Sie Ihren Audi finanziert oder geleast? Dann könnten Sie auch vom „Widerrufs-Joker“ profitieren. Viele Banken haben den Verbraucher fehlerhaft belehrt und deshalb sind solche Leasing- oder Kreditverträge auch noch nach Jahren widerrufbar. Das bedeutet, dass man dann alle Raten und eine Anzahlung zurückerhält. Im Gegenzug gibt man seinen Audi einfach zurück und ist ihn somit los.

Auch hier konnte die Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig mehrere wichtige Urteile gegen die Volkswagen-Bank erstreiten, was bundesweit aufhorchen ließ.

(Mehr lesen: Verbraucher fährt 70.000 km kostenlos Auto)

 

Sie suchen einen Anwalt der Sie im Audi-Abgasskandal zur Seite steht? Erstberatung erfolgt ohne Kosten und ohne Risiko.

Die Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig steht Autofahrer bei allen Fragen rund um den Dieselabgasskandal zur Seite. Bei einer kostenlosen und unverbindlichen Erstberatung prüfen die spezialisierten Anwälte auch Ihre Rechte.

Was Sie wissen müssen: Musterfeststellungsklage im VW-Abgasskandal

Hier klicken: Aktuelle NEWS aus Braunschweig zur Musterfeststellungsklage in unserem Liveticker verfolgen 


Nachdem der Volkswagen Konzern im September 2015 offengelegt hat, in Millionen von Fahrzeugen der Marken VW, Audi, Seat und Skoda mit dem Motor des Typs EA189 unzulässige Abschalteinrichtungen eingebaut zu haben, lässt VW die geschädigten Autokäufer bei der Forderung nach Schadensersatz ohne gerichtlichen Zwang, auch vier Jahre nach Bekanntwerden des Skandals, noch immer „im Regen stehen“.

Den betroffenen Autobesitzern bleibt nichts anders übrig, als ihre Schadensersatzansprüche gegen den Automobilhersteller gerichtlich durchzusetzen. Hier scheint es so, als sei die vor dem Oberlandesgericht Braunschweig anhängige Musterfeststellungsklage die einfache und unkomplizierte Lösung der betroffenen Autobesitzer. Doch das Image des Musterverfahrens bröckelt noch vor dem ersten Verhandlungstermin.

Zum einen wird das Musterverfahren am eher „VW-freundlich“ einzustufenden Oberlandesgericht Braunschweig geführt. Zum anderen gehen Experten derzeit davon aus, dass mit einer rechtskräftigen Entscheidung im Musterprozess gegen VW nicht vor dem Jahr 2023 zu rechnen ist. Der Bundesverband der Verbraucherzentrale (VZBV) geht sogar noch weiter und hält auch einen Gang an den Europäischen Gerichtshof für nicht ausgeschlossen. In diesem Fall könnte das Verfahren noch um einiges länger dauern. Und selbst wenn das Musterverfahren dann abgeschlossen sein sollte, muss jeder Betroffene seine konkreten Schadensersatzansprüche in einem, sich an das Musterverfahren anschließenden, Individualprozess geltend machen. Alle Beteiligten rechnen also mit einem „Kaugummi-Verfahren“ – Ende ungewiss. Da rückt der Pluspunkt der Musterfeststellungsklage, dass die Teilnehmer kein Kostenrisiko tragen, schon fast in den Schatten.

Für wen ist die Musterfeststellungsklage sinnvoll und für wen nicht?

Hier muss unterschieden werden. Das Musterverfahren in Braunschweig stellt lediglich für diejenigen Autofahrer, die zum Zeitpunkt des Autokaufs nicht im Besitz einer Verkehrsrechtsschutzversicherung waren, eine echte Alternative dar. Denn hier besteht der Vorteil des Musterverfahrens in dem nicht vorhandenen Prozesskostenrisiko für die geschädigten Autokäufer.

Für alle Autobesitzer, die zum Zeitpunkt des Autokaufs verkehrsrechtsschutzversichert waren, ist es aus mehreren Gründen zielführender, einen unmittelbaren Individualprozess gegen den Volkswagen Konzern zu führen. Durch das individuell geführte gerichtliche Verfahren kommen betroffene Autofahrer, unter der Zuhilfenahme einer auf das Thema Abgasskandal spezialisierten Anwaltskanzlei, ohne Umwege und mit hoher Wahrscheinlichkeit zeitlich früher zu einem möglichen Klageerfolg.

 

Ist eine Abmeldung von der Musterfeststellungklage möglich?

Eine Abmeldung von der „Sammelklage“ ist nur noch bis zum 30.09.2019 möglich. Vom VW-Abgasskandal betroffene Autofahrer sollten sich daher kurzfristig mit dem Thema beschäftigen und bestehende Ansprüche gegen die Automobilhersteller und Autohändler prüfen lassen. Eine solche Vorgehensweise ist insbesondere denen anzuraten, die sich bei der Musterfeststellungklage gegen die Volkswagen AG angemeldet haben, obwohl sie zum Zeitpunkt des Fahrzeugkaufs eine bestehende Verkehrsrechtschutzversicherung hatten.

Unter dem folgenden Link ist die Abmeldung von der Musterfeststellungsklage möglich:

https://www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/Klageregister/Klagen/201802/KlagRE_2_2018.html;jsessionid=310326C0A6CE44F978B73DF88DC7FEEB.1_cid392?nn=11994364#doc12200748bodyText8

 

 

Wann Verjähren die Schadensersatzanspüche gegen Volkswagen? 

Neben dem spätmöglichsten Termin für die Abmeldung von der Musterfeststellungsklage (30.09.2019), sollten vom Abgasskandal betroffene Autofahrer, die im Jahr 2016 von VW oder vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) darüber informiert wurden, dass in ihrem Fahrzeug eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut wurde (größtenteils Fahrzeuge mit einem Motor des Typs EA189), auch die Verjährung von Schadensersatzansprüchen zum 31.12.2019 berücksichtigen. Mehr Informationen zum Thema „Verjährung der Schadensersatzansprüche im VW Abgasskandal“ erhalten Sie hier.

Übernimmt die Verkehrsrechtsschutzversicherung das Kostenrisiko

Vom Abgasskandal betroffene Autobesitzer, die zum Zeitpunkt des Autokaufs eine bestehende Verkehrsrechtsschutzversicherung hatten, können auch wegen der anfallenden Gerichts- und Anwaltskosten grundsätzlich beruhigt sein. Nachdem sich einige Versicherungen kurz nach Bekanntwerden des Diesel-Skandals im Jahre 2015 zunächst schwergetan haben, eine Kostendeckungszusage zu erteilen, gewähren die Verkehrsrechtsschutzversicherungen heute überwiegend unproblematisch Kostenschutz für die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen und übernehmen das Kostenrisiko für die anfallenden Gerichts- und Anwaltskosten.

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Die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Lehnen & Sinnig ist eine der führenden Kanzleien auf dem Gebiet des Abgasskandals und des Autokredit- / Leasingwiderrufs. Dabei vertritt sie die Interessen ihrer Mandanten bundesweit. Für Schlagzeilen sorgte die Kanzlei, auch mit dem ersten obergerichtlichen Urteil gegen die Volkswagen AG vor dem Oberlandesgericht Köln.

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Ende 2019: Verjährung von Schadensersatzansprüchen bei Volkswagen Motoren des Typs EA 189

Der Volkswagen Konzern lässt geschädigte Kunden im Abgasskandal noch immer „im Regen“ stehen. Während geprellte VW-Fahrer in den USA unkompliziert Schadensersatz erhalten, müssen die Betroffenen hierzulande den Weg vor ein Gericht wählen. VW spielt auf Zeit und genau deshalb müssen sich viele Autobesitzer, die ein Fahrzeug mit dem Motor des Typs EA189 haben,  jetzt beeilen. Zum 31.12.2019 droht die Verjährung für alle Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat und Skoda mit dem Motor des Typs EA189.

Die vor dem Oberlandesgericht Braunschweig anhängige Musterfeststellungsklage sollte vielen Geschädigten im VW Abgasskandal eine Möglichkeit bieten, sich gegen den Riesen Volkswagen zu wehren. Allerdings entpuppt sich das im Volksmund als „Sammelklage“ bezeichnete Verfahren gegen Volkswagen als ein Geduldspiel mit offenem Ausgang. Die Dauer des Musterverfahrens ist nicht absehbar. Experten rechnen nicht vor dem Jahr 2023 mit einer richterlichen Entscheidung. Und selbst wenn das Musterverfahren dann abgeschlossen sein sollte, muss jeder Betroffene seine konkreten Schadensersatzansprüche in einem, sich an das Musterverfahren anschließenden, Individualprozess geltend machen.

Für alle Autobesitzer, die zum Zeitpunkt des Autokaufs verkehrsrechtsschutzversichert waren, ist es daher zielführender, sofort einen Individualprozess gegen den Volkswagen Konzern zu führen und ihre Schadensersatzansprüche im konkreten Fall durchzusetzen. Durch das individuell geführte gerichtliche Verfahren kommen betroffene Autofahrer auf direktem Weg und zeitlich früher zu einem möglichen Klageerfolg. Wer sich übrigens bereits zu der Musterfeststellungsklage angemeldet hatte, kann sich noch bis zum 30.09.2019 wieder abmelden. (Mehr Informationen zum Thema „Musterfeststellungsklage im VW Abgasskandal“ erhalten Sie hier).

Achtung : Verjährung droht zum 31.12.2019 für Fahrzeuge mit Typs EA189

Autobesitzer, die ein Fahrzeug mit dem Motor des Typs EA189 haben, müssen sich jetzt so oder so beeilen. Denn zum Jahresende (31.12.2019) verjähren Schadensersatzansprüche von Autobesitzern, die ein Fahrzeug mit dem Motortyp EA189 besitzen und die im Jahr 2016 von VW oder vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) darüber informiert wurden, dass in ihrem Fahrzeug eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut wurde.

Teilweise wurde bislang die Meinung vertreten, dass Ansprüche gegen den Volkswagen Konzern bereits zum Ende des Jahres 2018 verjährt sind. Das Landgericht Kaiserslautern hat jedoch in einem aktuellen Urteil vom 24.05.2019 (Az. 3 O 569/18) von der Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig Rechtsanwälte entschieden, dass Schadensersatzansprüche gegen den VW Konzern noch nicht zum Ende des letzten Jahres verjährt sind, sondern noch bis zum 31.12.2019 gerichtlich geltend gemacht werden können. Das Landgericht hat hierzu ausgeführt, die Verjährung beginne regelmäßig erst mit Zugang der Betroffenheitsmitteilung des Herstellers oder einer entsprechenden Mitteilung des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) im Einzelfall, d.h. dann wenn der Käufer Kenntnis über die Manipulation seines konkreten Fahrzeugs erlangt.

Verbraucher, die ein betroffenes Fahrzeug besitzen und die gegen den VW Konzern vorgehen wollen, sollten daher kurzfristig aktiv werden und etwaige Schadensersatzansprüche prüfen und ggf. gerichtlich durchsetzen lassen. Um die Verjährung von bestehenden Schadensersatzansprüchen zu unterbrechen, ist es nämlich erforderlich, dass vor dem 31.12.2019 eine entsprechende Schadensersatzklage eingereicht wird.

 

Keine Verjährung bei z. B. Mercedes, Opel und auch nicht bei VW 3.0 Liter Dieselmotoren

Die Verjährung der möglichen Schadensersatzansprüche zum Jahresende betrifft jedoch nur Fahrzeuge, bei denen die Besitzer im Jahr 2016 über den Einbau einer unzulässigen Abschalteinrichtung informiert wurden. Nicht betroffen sind Fahrzeuge der Marken Mercedes, BMW, Opel etc. und auch nicht solche Fahrzeuge des VW Konzerns, in denen ein anderer Dieselmotor als der des Typs EA189 verbaut wurde, wie z.B. 3.0 l Diesel (z. B. VW Touareg, Porsche Cayenne).

Verkehrsrechtsschutzversicherung übernimmt meist das Kostenrisiko

Betroffene Autobesitzer, die zum Zeitpunkt des Autokaufs eine bestehende Verkehrsrechtsschutzversicherung hatten, können auch wegen der anfallenden Gerichts- und Anwaltskosten grundsätzlich beruhigt sein. Nachdem sich einige Versicherungen kurz nach Bekanntwerden des Diesel-Skandals im Jahre 2015 zunächst schwer getan haben, eine Kostendeckungszusage zu erteilen, gewähren die Verkehrsrechtsschutzversicherungen heute überwiegend und unproblematisch Kostenschutz für die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen. Die Versicherer übernehmen dann das Kostenrisiko für die anfallenden Gerichts- und Anwaltskosten.

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Die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Lehnen & Sinnig ist eine der führenden Kanzleien auf dem Gebiet des Abgasskandals und des Autokredit- / Leasingwiderrufs. Die spezialisierten Anwälte vertreten bundesweit die Interessen von Verbrauchern. Für Schlagzeilen sorgte die Kanzlei neben dem Urteil aus Kaiserslautern auch mit dem ersten obergerichtlichen Urteil gegen die Volkswagen AG vor dem Oberlandesgericht Köln.

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Schadensersatz gegen Volkswagen: Verjährung erst Ende 2019

Verjährung im Volkswagen Schadensersatz erst Ende 2019

Das Landgericht Kaiserslautern hat jetzt in einem von der Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig geführten Verfahren zugunsten eines geschädigten VW-Käufers entschieden und gleichzeitig die drei wichtigsten offenen Fragen rund um den Abgasskandal geklärt.

Seit fast vier Jahren ist bekannt, dass die Volkswagen AG in mehreren Millionen Fahrzeugen verbotene Abschalteinrichtungen verbaut hat. Zwischenzeitlich haben nahezu alle deutschen Oberlandesgerichte entschieden, dass der Autokonzern viele Millionen Käufer vorsätzlich sittenwidrig geschädigt hat und den betrogenen Personen hohe Entschädigungssummen zugesprochen.

Noch ungeklärt waren drei Fragen, die für Millionen betroffene Diesel-Fahrer von enormer Bedeutung sind:

  1. Besteht auch dann ein Schadensersatzanspruch gegen den Autohersteller, wenn das manipulierte Fahrzeug nach Bekanntwerden des Abgasskandals im September 2015 gekauft wurde?
  2. Können bestehende Ansprüche auch dann noch geltend gemacht werden, wenn das Software-Update zwischenzeitlich aufgespielt wurde?
  3. Können bestehende Ansprüche gegen die Volkswagen AG auch heute noch erfolgreich geltend gemacht werden oder sind diese Ansprüche zwischenzeitlich verjährt?

Alle diese Fragen hat das Landgericht Kaiserslautern mit Urteil vom 24.05.2019 (Az. 3 O 569/18) jetzt zugunsten der geschädigten Autokäufer entschieden und dem Kläger nach 30.000 gefahrenen Kilometern sogar mehr Geld zugesprochen, als er vor Jahren für den Schummel-Diesel gezahlt hat:

Hintergründe zum Urteil gegen die Volkswagen AG

Der Kläger erwarb im April 2016 von einem Volkswagen Händler einen gebrauchten VW Tiguan mit einer Laufleistung von 10.000 km zu einem Kaufpreis von 36.300 EUR. Das Fahrzeug war, wie mehrere Millionen Fahrzeuge der Volkswagen AG, mit einem Dieselmotor des Typs EA189 ausgestattet. Im Dezember 2016 informierte die Volkswagen AG den Kläger darüber, dass sein Fahrzeug von einem amtlichen Rückruf des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) betroffen sei und ein Software-Update erhalten müsse. Der Kläger ließ das Software-Update daraufhin schon im Januar 2017 an seinem Fahrzeug durchführen.

Die VW-Anwälte machten im Prozess geltend, dass der Abgasskandal bei Kauf des Fahrzeugs bereits über ein halbes Jahr bekannt war und von den Medien bereits umfassend aufgearbeitet worden sei. Der Kläger sei, so meinten die VW-Anwälte sinngemäß, selbst schuld, wenn er sich zu diesem Zeitpunkt noch einen Diesel aus dem VW-Konzern kaufe, ohne sich vorher zu erkundigen, ob dort eine verbotene Abschalteinrichtung verbaut sei.

Hierzu Rechtsanwalt Dr. Christof Lehnen: „Volkswagen hat jede Scham verloren. Als wäre der millionenfache Betrug nicht schon schlimm genug, erdreistet sich VW doch tatsächlich, seinen getäuschten und vorsätzlich geschädigten Kunden jetzt vorzuwerfen, nicht schon ab September 2015 Kenntnis von allen verbotenen Abschalteinrichtungen gehabt zu haben. Nur zu Erinnerung: Zumindest AUDI hat nachweislich noch bis ins Jahr 2018 verbotene Abschalteinrichtungen verbaut, von denen im ganzen Konzern angeblich keiner gewusst haben will. Da muss man sich schon fragen, mit welchem Maß hier gemessen wird?“

1.) Schadensersatzansprüche auch nach Kenntnis vom Abgasskandal

Das Landgericht Kaiserslautern ließ sich von den Ausführungen der VW-Anwälte nicht beirren und entschied: Der Käufer eines Fahrzeugs mit verbotener Abschalteinrichtung kann auch dann Schadensersatz fordern, wenn er das manipulierte Fahrzeug erst nach Bekanntwerden des Abgasskandals erworben hat. Weder die börsenrechtliche ad-hoc-Mitteilung, noch die umfassendste mediale Berichterstattung ändern hieran etwas. Ferner stellt das Urteil klar, dass es nicht darauf ankommt, ob der Käufer sich vorher über eine mögliche Manipulation erkundigt hat oder zumindest hätte erkundigen müssen. Allein entscheidend ist, ob der konkrete Käufer bei Abschluss des konkreten Kaufvertrages Kenntnis davon hatte, dass das konkrete Fahrzeug manipuliert war. Diese Kenntnis erlangt der Käufer regelmäßig erst, wenn er vom Hersteller oder vom Kraftfahrt-Bundesamt darüber informiert wird, dass sein Fahrzeug – und nicht etwa die Fahrzeuge Millionen anderer Geschädigter – mit einer verbotenen Abschalteinrichtung ausgestattet ist.

2.) Schadensersatzansprüche auch nach dem Aufspielen des Software-Updates möglich

Zudem stellt das Landgericht klar, dass der Schadensersatzanspruch auch dann noch geltend gemacht werden kann, wenn der Käufer auf die Aufforderung des Herstellers oder des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) das Update bereits hat aufspielen lassen.

3.) Die Verjährung im Abgasskandal beginnt regelmäßig erst mit Zugang der Betroffenheitsmitteilung

Schließlich hatte sich das Gericht noch mit der Frage zu beschäftigen, wann die Schadensersatzansprüche verjähren. Auch in diesem letzten Punkt folgte das Gericht der Argumentation der Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig aus Trier: Die Verjährung beginnt erst dann zu laufen, wenn der Käufer Kenntnis von der Manipulation seines eigenen Fahrzeugs hat, also regelmäßig erst dann, wenn er vom Hersteller oder vom KBA entsprechend über die Rückrufaktion informiert wird.

Hierzu erläutert Rechtsanwalt Dr. Christof Lehnen: „Das Urteil klärt nahezu alle noch offenen Rechtsfragen im Zusammenhang mit den sogenannten Abgas-Prozessen. Insbesondere die Verjährungsfrage ist für Millionen geschädigter Kunden der Marken Volkswagen, Audi, Seat und Skoda entscheidend, die ihre Ansprüche bis jetzt noch nicht durchgesetzt haben. Es kommt darauf an, wann der Fahrzeughalter darüber informiert wurde, dass sein konkretes Fahrzeug vom Abgasskandal betroffen ist. Erhält er diese Betroffenheitsmitteilung im Jahr 2016, verjähren seine Ansprüche regelmäßig zum 31.12.2019. Ist diese Mitteilung erst im Jahr 2017 oder im Jahr 2018 erfolgt, verjähren die Ansprüche regelmäßig erst zum 31.12.2020 beziehungsweise zum 31.12.2021.“

Bestehende Ansprüche und eine mögliche Abmeldung von der Musterfeststellungklage jetzt prüfen lassen

Vom Abgasskandal betroffene Autofahrer sollten bestehende Ansprüche gegen die Automobilhersteller und Autohändler unbedingt kurzfristig prüfen lassen. Eine solche Prüfung ist insbesondere denen anzuraten, die sich bei der Musterfeststellungklage gegen die Volkswagen AG angemeldet haben, obwohl sie zum Zeitpunkt des Kaufs eine bestehende Verkehrsrechtschutzversicherung hatten. Denn eine Abmeldung ist nur noch bis zum 29.09.2019 möglich.

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Profitieren Sie jetzt von der kostenlosen Erstberatung der Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig. Die Rechtsanwälte vertreten bundesweit geschädigte Kunden im Abgasskandal und helfen Verbrauchern, die von Diesel-Fahrverboten betroffen sind. Die Erstberatung ist kostenlos und unverbindlich.

 

Wurde bei AUDI noch bis 2018 manipuliert? Abgasskandal größer als gedacht.

Abgasskandal bei Audi

Hat Audi seine Fahrzeuge umfassender manipuliert als bisher bekannt? Wurde nicht nur eine, sondern gleich vier Abschalteinrichtungen verbaut? Selbst nachdem der Abgasskandal 2015 bei Volkswagen ans Licht kam, sollen die Audi-Verantwortlichen das Kraftfahrtbundesamt fröhlich weiter getäuscht haben. Angeblich verkaufte der Konzern sogar noch bis 2018 manipulierte Autos. Das berichten gleich mehrere deutsche Medien übereinstimmend.

Zudem sollen die Dieselmotoren von Audi auch in Modellen von Porsche und Volkswagen verbaut worden sein. Rechtsanwalt Dr. Christof Lehnen zeigt sich bestürzt: „Die aktuellen Berichte lassen die Politik und das KBA in keinem guten Licht stehen. Es ist nicht zu fassen, dass man Volkswagen und seine Tochterfirmen wohl noch bis 2018 gewähren ließ. Von der Politik erwarte ich, dass sie für den Bürger da ist und nicht die Machenschaften von Betrügern deckt.“

Neue Dokumente belegen wohl, dass der damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) seit Bekanntwerden nur darauf aus war, den Autoherstellern zur Seite zu stehen und den Abgasskandal so klein wie möglich zu halten.

Welche Rechte haben betroffene Audi Kunden im Abgasskandal?

Im Gegensatz zu der Politik, entscheiden deutsche Gerichte heute im Abgasskandal meist für den Verbraucher. Gerade die erstrittenen Urteile der bundesweit tätigen Rechtsanwaltskanzlei Dr. Lehnen & Sinnig machen vielen Betroffenen Mut. So konnte die Kanzlei beispielsweise das erste obergerichtliche Urteil gegen Volkswagen erstreiten.

Wenn sich ein Auto als Schummel-Diesel entpuppt, kann man vor Gericht Klage einreichen. Eine bestehende Rechtsschutzversicherung übernimmt mittlerweile fast immer die Kosten. Das Risiko für den Kläger ist in den meisten Fällen gleich null.

Bekommt man dann vor Gericht Recht, muss der Hersteller das Fahrzeug wieder zurücknehmen und man ist seinen Diesel los.

Die Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig ist eine der deutschlandweit führenden Kanzleien rund um den Abgasskandal. Gerade im Hinblick auf drohende Fahrverbote und Wertverluste für Diesel-Fahrzeuge, wenden sich täglich Verbraucher an die Kanzlei, die ihr Auto loswerden wollen und/oder Schadensersatzansprüche gegen Hersteller geltend machen möchten.

 

Finanzierte oder geleaste Audi: Ausweg Autokredit widerrufen.

Haben Sie Ihren Audi finanziert oder geleast? Dann könnten Sie auch vom „Widerrufs-Joker“ profitieren. Viele Banken haben den Verbraucher fehlerhaft belehrt und deshalb sind solche Leasing- oder Kreditverträge auch noch nach Jahren widerrufbar. Das bedeutet, dass man dann alle Raten und eine Anzahlung zurückerhält. Im Gegenzug gibt man seinen Audi einfach zurück und ist ihn somit los.

„Einen Autokredit zu widerrufen kann für viele Autofahrer ein Ausweg sein. Dabei gilt diese Möglichkeit nicht nur für vom Abgasskandal betroffene Fahrzeuge, das sogenannte Widerrufsrecht steht auch Menschen mit Benzinern zu.“, sagt Rechtsanwalt Dr. Christof Lehnen.

Auch hier konnte die Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig mehrere wichtige Urteile gegen die Volkswagen-Bank erstreiten, was bundesweit aufhorchen ließ. (Mehr lesen: Verbraucher fährt 70.000 km kostenlos Auto)

Sie suchen einen Anwalt der Sie im Audi-Abgasskandal zur Seite steht? Erstberatung erfolgt ohne Kosten und ohne Risiko.

Die Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig steht Autofahrer bei allen Fragen rund um den Dieselabgasskandal zur Seite. Bei einer kostenlosen und unverbindlichen Erstberatung prüfen die spezialisierten Anwälte auch Ihre Rechte.

Abgasskandal: Rückruf bei Opel – Jetzt auch Benziner manipuliert?

Abgasskandal bei Opel?
Neue Dimensionen im Abgasskandal. Laut BILD hat das Kraftfahrtbundesamt (KBA) einen Zwangsrückruf gegen den Rüsselsheimer Autobauer verhängt. Allerdings geht es diesmal nicht um Dieselmotoren, sondern um Benziner. Das KBA geht davon aus, dass die Fahrzeuge der aktuellen Kleinwagen-Modelle Adam und Corsa im Straßenbetrieb die gesetzlichen Grenzwerte für Stickoxide (NOx) massiv überschreiten.

Im Oktober 2018 hatte die Staats­anwaltschaft Frankfurt am Main bereits eine Razzia in den Geschäftsräumen des Autobauers durchgeführt und im Anschluss gegen Opel (nur) wegen Abgas­manipulationen bei rund 100 000 Dieselautos ermittelt. Ein möglicher Abgasschwindel bei Benzinern wäre da ein neues Kapitel.

Vor zwei Monaten hatte Opel bereits eine „Softwareaktualisierung“ als freiwillige Maßnahme bei einigen Opel Adam und Corsa der Modelljahre 2018 und 2019 angekündigt. Laut Opel hieß es damals, dass es aufgrund einer „Fehlfunktion“ vielleicht zu einer Überschreitung der NOx-Grenzwerte kommen könne. Man hätte dieses Problem bei internen Kontrollen entdeckt und man wolle „ohne Überwachung durch das Kraftfahrtbundesamt“ den Fehler korrigieren.

Anscheinend sieht das Kraftfahrtbundesamt das jetzt anders und ordnet den Zwangsückruf von insgesamt 210.000 Fahrzeugen an.

Die Kanzlei Dr. Lehnen und Sinnig ist eine der bundesweit führenden Adressen rund um das Thema Abgasskandal und Autokreditwiderruf. Immer mehr Autofahrer wenden sich an die spezialisierten Anwälte, um ihre Schadensersatzansprürche gegen die jeweiligen Autohersteller durchzusetzen. Die Kanzlei erstreitet bundesweit wegweisende Urteile, die stets für ein enormes Medienecho sorgen. Darunter auch die erste bindende Entscheidung eines deutschen Oberlandesgerichts zugunsten eines betrogenen Autokäufers vor dem OLG Köln.

 

 

 

Oberlandesgericht entscheidet im „Diesel-Abgasskandal“ – Volkswagen schuldet betroffenem Autokäufer Schadensersatz

Urteil Oberlandesgericht gegen Volkswagen

Bislang hat Volkswagen immer alles daran gesetzt, obergerichtliche Entscheidungen unbedingt zu verhindern. Mit Urteil vom 12.06.2019 hat der 5. Senat des Oberlandesgerichts Koblenz (Az. 5 U 1318/18) im „VW-Diesel-Abgasskandal“ zu Gunsten eines betroffenen Autokäufers entschieden. Das Gericht führte aus, dass die Volkswagen AG gegenüber dem Kunden wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung zum Schadensersatz verpflichtet ist.

In dem vom OLG Koblenz zu entscheidenden Verfahren hatte der Kläger im Januar 2014 einen VW Sharan als Gebrauchtfahrzeug (Erstzulassung 12.7.2012) gekauft. In diesem Fahrzeug war ein Dieselmotor der Baureihe EA 189 eingebaut, der nach Auffassung des Kraftfahrtbundesamtes über eine unzulässige Abschaltvorrichtung verfügt.

Nachdem das Landgericht die Klage in erster Instanz zunächst abgewiesen hatte, urteilte das Oberlandesgericht im Berufungsverfahren nun zu Gunsten des Autokäufers:

Die Beklagte habe dadurch, dass sie das Fahrzeug unter bewusstem Verschweigen der unzulässigen Softwareprogrammierung in Verkehr gebracht habe, dem Käufer entgegen der Wahrheit vorgespiegelt, dass der Einsatz des Fahrzeuges im Straßenverkehr uneingeschränkt zulässig sei. Das Inverkehrbringen des Fahrzeugs trage die Aussage in sich, dass der Pkw nicht nur fahren könne, sondern auch fahren dürfe. Tatsächlich bestehe jedoch durch die verwendete Steuerungssoftware die Gefahr der Betriebsuntersagung und Fahrzeugstilllegung. Die Täuschung hierüber wirke auch beim Gebrauchtwagenkauf fort, da auch bei diesem unter anderem die Herstellerangaben Grundlage der Kaufentscheidung seien. Das Vorgehen der Beklagten sei auch sittenwidrig, das heißt mit den grundlegenden Wertungen der Rechts- und Sittenordnung nicht vereinbar und besonders verwerflich. Insoweit wirke sich aus, dass staatliche Behörden, Wettbewerber und Endverbraucher in großer Zahl systematisch zur Profitmaximierung getäuscht worden seien.

Für die gefahrenen Kilometer schuldet der Kläger der VW AG nach der Auffassung des Oberlandesgerichts einen Nutzungsersatz ausgehend von einer durchschnittlichen Gesamtlaufleistung von 300.000 km. Auch insoweit stellt sich die gerichtliche Entscheidung aus Koblenz für den Verbraucher positiv dar, denn bislang gehen viele Untergerichte von einer durchschnittlichen Gesamtkilometerlaufleistung von nur 250.000 km aus.

Das heutige Urteil des OLG Koblenz stärkt die Rechte und Chancen betroffener Autofahrer. Viele deutsche Oberlandesgerichte hatten in Verhandlungen, Hinweisen und sogar Pressemitteilungen bereits angekündigt, im Abgasskandal zugunsten betrogener Autokäufer entscheiden zu wollen. Bislang hat Volkswagen immer alles daran gesetzt, obergerichtliche Entscheidungen unbedingt zu verhindern.

Rechtsanwalt Dirk Sinnig von der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Lehnen & Sinnig PartGmbB (LSP): „Obergerichtliche Entscheidungen sind eher selten, weil die Anwälte des VW-Konzerns ähnliche Verfahren durch prozessuale Tricks ohne formelle gerichtliche Entscheidung beenden konnten. Die positive Entscheidung aus Koblenz ist für erstinstanzliche Verfahren richtungsweisend und hat für viele geschädigte Autokäufer auch in anderen Gerichtsverfahren bundesweit Signalwirkung.“

Die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Lehnen & Sinnig zählt bundesweit zu den führenden Rechtsanwaltskanzleien im Bereich des Diesel-Abgasskandals. Über 50 Mitarbeiter helfen Ihnen dabei, auch Ihre Rechte im Diesel-Abgasskandal durchzusetzen.

Unsere Kanzlei hat bereits in jüngster Vergangenheit beachtliche Erfolge gegen den Volkswagen-Konzern erzielt. Mit dem heutigen Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz wurden die Rechte betroffener Autobesitzer weiter gestärkt.

Gegen Volkswagen klagen. Was kann ich tun?

Ist Ihr Auto vom Abgasskandal betroffen, können Sie uns ganz unverbindlich und kostenfrei Ihre Kaufunterlagen zukommen lassen. Unsere spezialisierten Fachanwälte prüfen Ihre Rechte und begleiten Sie bei einem eventuellen Gerichtsprozess. Werden Sie Ihren Schummel-Diesel jetzt los. Ihre Chancen sind besser als je zuvor.

 

 

VW Diesel-Skandal: BGH stärkt Kunden von Volkswagen – Abschalteinrichtungen sind Sachmangel

Im Abgasskandal rund um die Diesel-Autos von Volkswagen sind die illegal eingebauten Abschalteinrichtungen als Sachmangel zu werten. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) jetzt in einem höchstrichterlichen Hinweisbeschluss erklärt.

Der Bundesgerichtshof hat damit als oberstes deutsches Zivilgericht erstmals die Position der vielen „geprellten“ Volkswagen Kunden im Dieselskandal gestärkt. Die Bundesrichter stellten klar, dass nach ihrer „vorläufigen Rechtsauffassung“ bei einer unzulässigen Abschalteinrichtung von einem Sachmangel auszugehen sein dürfte.

Die Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig hat bereits in jüngster Vergangenheit beachtliche Erfolge gegen den Volkswagen-Konzern erzielt. Dass jetzt aber die Schummel-Diesel vom BGH als Mangelware bezeichnet werden, dürfte den vielen betrogenen Volkswagen-Kunden den Weg vor Gericht noch leichter machen.

Gegen Volkswagen klagen. Was kann ich tun?

Ist Ihr Auto vom Abgasskandal betroffen, können Sie uns ganz unverbindlich und kostenfrei Ihre Kaufunterlagen zukommen lassen. Unsere spezialisierten Fachanwälte prüfen Ihre Rechte und begleiten Sie bei einem eventuellen Gerichtsprozess. Werden Sie Ihren Schummel-Diesel jetzt los. Ihre Chancen sind besser als je zuvor.

Autokreditwiderruf als zusätzlicher Ausweg aus der Diesel-Falle.

Ist Ihr PKW bei einer Bank finanziert, so könnte ebenfalls der Widerruf Ihres Finanzierungsvertrags eine Möglichkeit sein, um sich schnell und unkompliziert von Ihrem Fahrzeug zu trennen. Dieser als „Diesel-Joker“ bekannte Ausweg ist für viele Autofahrer meist der schnellere und elegantere Ausweg aus der Diesel-Falle.
Widerruft der Verbraucher seinen Autokredit wirksam, hat dies zur Folge, dass der Darlehensvertrag und der hiermit verbundene Fahrzeugkaufvertrag rückabgewickelt werden müssen. Sie können Ihr Auto dann an die Bank zurückgeben und erhalten im Gegenzug alle bereits gezahlten Raten und eine ggf. geleistete Anzahlung zurück. Auch hier konnte die Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig zahlreiche Erfolge vor Gericht verbuchen. Das Urteil vor dem Landgericht Ravensburg fand bundesweit die bisher größte Aufmerksamkeit. Hier fuhr ein VW-Fahrer 70.000 km „kostenlos“ Auto (mehr zum Urteil).